Die Kirche von Merimasku

MERIMASKU KIRCHENGEMEINDE
UND DIE KIRCHE VON MERIMASKU

Herzlich willkommen in der Kirche in Merimasku. Sie ist die sechstälteste Holzkirche in Finnland.

Die Kirchengemeinde von Merimasku hat etwa 1280 Gemeindemitglieder (Ende 2002). Ursprünglich war Merimasku ein Teil von Masku, aber seit 1577 gehörte sie zu der Gemeinde von Naantali, und im Jahre 1904 wurde sie selbstständig.

Die erste Holzkirche wurde im Jahre 1648 errichtet. Sie stand auf einem Felsen, dicht am Meer. Diese erste Kirche verfiel im Laufe der Jahre, und schliesslich war es nötig, eine neue zu erbauen. Diese neue Kirche wurde im Jahre 1726 errichtet, und sie war eine Kreuzkirche aus Holz. Seitdem ist diese Kirche in ständigem, kirchlichem Gebrauch gewesen. Heute wird ein Gottesdienst jeden Sonntag gehalten.

Den ersten permanenten Fussboden baute man im Jahre 1803.
Die Eingangshallen baute man im 19. Jahrhundert.

Die Aussenwände stammen aus dem Jahre 1833 und das Dach aus dem Jahre 1956. Das Dach wurde 1989 und 2000 mit Teer neuangstrichen. Auch die Innenwände sind vom Jahre 1833, und sie wurden 1850 marmorähnlich angestrichen. 1896 bekam die Kirche die erste Orgel.

Die letzten Renovierungen fanden 1953-1954 statt, und die Marmorfiguren an den Innenwänden wurden konserviert. Auch Zentralheizung wurde montiert. Eine neue Orgel wurde auch angeschafft.

In der Kirche gibt es Platz für 225 Leute. Die zwei Gallerien der Kirche sind der westliche Orgelchor und die nördliche Gallerie, die noch im Zustand des 19. Jhs. ist.

Die neue Orgel wurde im Oktober 1997 inauguriert. Sie wurde von dem finnischen Orgelbauer Veikko Virtanen gebaut, und sie vertritt die romantische, finnische Orgelbautradition vom ende des 19. Jhs.

Die Kanzel ist 1658 von einem unbekannten Fachmann gemacht worden, wahrscheinlich in Turku. Darauf sind Petrus, der Heiland, Johannes und Matthäus geschnitzt. Auch zwei Verse aus der Bibel sind darauf geschrieben, z.B. ”Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt - so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen” (Jes.55:10-11).

Auf der rechten Seite der Kanzel ist ein Bild von dem leidenden Heiland. Darauf sind mehrere Gegenstände gezeichnet, die das Schicksal von Christus beschreiben. Der Titel des Bildes heisst: ”Halt im Gedächtnis Jesum Christum” (2.Tim.2:8).

Die Standuhr von etwa 1820 funktioniert noch perfekt. Ein Merimaskubewohner, Henrik Lindqvist, hat sie konstruiert. Er war Schneider, aber er wollte etwas Interessantes schaffen und so begann er Uhren zu machen.

Die zwei hölzernen Figuren neben dem Altar sind vom Jahre 1673.
Sie repräsentieren die Arme Gottes.

Der Altartisch ist eine einfache, viereckige Konstruktion. Die hölzerne, kirschenrote Schranke stammt aus dem Beginn des 20. Jhs. Das Glas des Altarfensters ist holländischen Ursprungs. Ursprünglich war es im Turkuer Schloss. Da hängt ein kleines Kruzifix über dem Altar.
Es ersetzt zusammen mit dem hölzernen Fensterrahmen das übliche Altarbild. Der Rahmen ist einzigartig in Finnland, und er ist vom Jahre 1733. Die Pfeiler des Rahmens haben dieselben Namen - Jachin und Boas - die König Salomo den bronzenen Säulen vor seinem Tempel gab.

An der südlichen Wand hängen drei Schwerte. Ursprünglich waren da vier, aber einer wurde 1994 gestohlen. Die Schwerte haben Offizieren gehört, die im 19. Jh. in Merimasku wohnhaft waren.

Das Votivschiff, das am südlichen Kirchenschiff hängt, wurde von dem Seemann Johan Talander gebaut. Es war als Dank für die Reisen auf der See gemeint und sollte auch die christliche Kirche darstellen.

An der südlichen Wand sind zwei Gedenkschriften aus den 90er Jahren des 17. Jhs. an vornehme Hingeschiedene. Man weiss nicht, wie üblich solche Gedenkschriften waren, aber diese dürften rar sein.

Das Gemälde an der nördlichen Wand, unter der Treppe der Gallerie, hat sein Thema von Weihnachten. Der Titel heisst: ”Uns ist ein Kind geboren” (Jes.9:5). Oberhalb des Gemäldes hängt ein Kruzifix.

Die Kronleuchten sind aus den Jahren 1756 (das nördliche Schiff), 1797 (Mitten), 1663 (das südliche Schiff) und 1844 (Kristall, das östliche Schiff, dicht am Altar). Die kleinen Wandlampen stammen aus dem 19. Jh. Die elektrischen Wandlampen sind vom Jahre 1954.

In der westlichen Eingangshalle gibt es einen Zwangsblock. Damit hat man Leute bis 1848 wegen schlechten Benehmens bestraft.

Ein neues Feueralarmsystem wurde im Jahre 1996 montiert.

Der Kirchhof hat einen roten, hölzernen Zaun. Ein Zaun ist normalerweise aus Stein gebaut, aber hier hat man ihn aus Zimmerholz konstruiert. Der Zaun wurde in dem Jahre 1995 völlig renoviert. Das kleine Eingangshäuschen so wie die kleine Friedhofskapelle sind vom 18. Jh. Im Friedhof finden wir das Heldengrabmal von 15 Gefallenen aus Merimasku. Hier gibt es auch ein Denkmal für die in Karelien Beerdigten.

Den Glockenturm mit zwei Glocken errichtete man im Jahre 1769.

Der neue Friedhof neben dem alten wurde 1994 inauguriert.


Die Kirchengemeinde Merimasku.
September 2003.

Naantalin seurakuntayhtymä